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EDV-Klima und Server-Kühlung

Serverräume mit Raumklimageräten kühlen? Für manche Rechenzentrums-Betreiber klingt das verführerisch. 

RZ-Klimatisierung Schaltanlagen-Kühlung, Schaltschrankkühlung
Wir sorgen für Wärmeabfuhr wo sie gebraucht wird: ob aus dem Rechenzentrum, dem Serverraum oder dem Schaltanlagenraum.

Unser weitgefächertes Leistungsspektrum umfasst alle üblichen Bauformen von Kühlanlagen:

    • Klimatechnik für Rechenzentren als Luftkühlung oder Kaltwasserkühlung
    • Wasserkühlmaschinen für Innen- und Außenaufstellung, in Split-Ausführung oder als Adsorptionskältemaschinen
    • Klimageräte für Serverräume und zur Schaltanlagenkühlung für energiesparenden Ganzjahresbetrieb
    • Präzisionsklimaschränke mit Be- und Entfeuchtungsfunktion für EDV – Klimatechnik, Serverkühlung und Laboranwendungen
    • Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bei hoher Qualität ist für uns selbstverständlich. Auch die technischen Daten wie hoher Wirkungsgrad, geringe Schallemissionen und kompakte Bauform zeichnen die Geräte aus.

Unterschied zwischen Raumklimaanlagen und Präzisionsklimasysteme

Raumklimaanlagen liegt ein völlig anderes Klimatisierungskonzept zugrunde als Präzisionsklimasystemen. Während diese zu etwa 90 % mit sensibler Kühlung arbeiten, die Raumtemperatur also tatsächlich absenken, nutzen Raumklimageräte zu etwa 40 % die sogenannte latente Kühlung. Bei dieser Klimatisierungstechnik wird nicht etwa die Raumtemperatur gesenkt, sondern vielmehr die Luft entfeuchtet – rein physikalisch gesehen findet also eigentlich gar keine Kühlung statt. Das scheint zunächst absurd, hat aber sehr wohl seinen Sinn. Denn Raumklimageräte sollen ein Raumklima schaffen, das Menschen als komfortabel empfinden. Das menschliche Temperaturempfinden aber hängt mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Nimmt diese ab, wird ein und dieselbe Temperatur von Menschen als kühler wahrgenommen. Diese Differenz von tatsächlicher und gefühlter Raumtemperatur machen sich Raumklimasysteme zunutze: Sie entziehen der Luft zunächst Feuchtigkeit und gehen erst dann zur physikalisch nachweisbaren sensiblen Kühlung über, wenn der Effekt der Entfeuchtung allein nicht mehr ausreicht.

Klimatisierung von Technikräumen mit SUB ZERO Kälte Klima GmbH

In Räumen, in denen sich Menschen aufhalten, hat sich dieser Klimatisierungsansatz bewährt. Wendet man ihn jedoch auf Technikräume an, wird gewissermaßen am Bedarf vorbei klimatisiert. Das beginnt schon beim Betriebspunkt: Während in Technikräumen ein Raumklima von 24 °C und 50 % r.F. angestrebt wird, sind Raumklimageräte darauf ausgelegt, im Sommer (Kühlbetrieb) ein Raumklima von 27 °C und 48 % r.F. zu erzeugen. Bei der Kühlung von Technikräumen weichen sie somit vom optimalen Betriebspunkt ab, was ihre Energieeffizienz verringert und überhöhte Stromkosten verursacht. Ein weiteres Problem ist die latente Kühlung: Speziell in Serverräumen ist die Luft so trocken, dass oft Luftbefeuchter eingesetzt werden, um elektrostatische Entladungen zu verhindern. Klimatisiert man solche Räume mit Raumklimageräten, die der Luft zunächst einmal Feuchtigkeit entziehen, konterkariert man diese Bemühungen. Hinzu kommt, dass bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit der Wärmetauscher der Raumklimaanlage trockenfällt. Dadurch verkleinert sich die Wärmeübertragungsfläche, und der Wärmetauscher büßt im Ergebnis mehr als 25 % seiner Wirkung ein. Dieser Effizienzverlust kann den Wärmetransport über das Kältemittel so nachhaltig verringern, dass sich die Anlage aufgrund zu niedriger Verdampfungstemperaturen zwischenzeitlich ausschaltet und ihre Arbeit erst bei steigender Luftfeuchtigkeit wieder aufnimmt. Ergebnis dieses On-Off-Betriebes sind enorme Temperaturschwankungen im Serverraum, die zur Überhitzung und damit zur Beschädigung des IT-Equipments führen können.

Doch es ist nicht nur die hohe Lufttrockenheit, die es als wenig sinnvoll erscheinen lässt, in Serverräumen Raumklimageräte einzusetzen. Auch im Hinblick auf die Luftumwälzung, die in solchen Räumen erforderlich ist, sind Raumklimasysteme keine geeignete Lösung. Mit Blick auf das menschliche Wohlbefinden konzipiert, sollen sie keine unangenehmen Luftströmungen (Zugluft) erzeugen und bewegen deshalb so wenig Luft wie möglich. Pro Stunde wälzt eine Raumklimaanlage bei Luftaustrittsgeschwindigkeiten zwischen 0,2 und 0,5 m/s ein Luftvolumen zwischen 200 und 2.000 m3 um. Diese Luftbewegung genügt jedoch nicht, um die konzentrierten Wärmelasten leistungsstarker Server verlässlich abzutransportieren und so die Entstehung von Wärmenestern konsequent zu unterbinden. Diese Hot-Spots, die das IT-Equipment irreparabel beschädigen können, lassen sich nur mit Volumenbewegungen zwischen 3.000 und 30.000 m3 pro Stunde und Luftaustrittsgeschwindigkeiten zwischen 2 und 3 m/s verhindern.

Wir kennen die Anforderungen der IT und sind uns über die sensible Notwendigkeit der IT-Klimatisierung und die damit verbundene Verantwortung dieses Gewerkes mehr als bewusst. Gerade die IT-Klimatisierung ist zu einem eigenständigen Gewerk gewachsen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Kontaktieren Sie uns gerne, damit wir auch Ihnen dabei helfen können, den neuesten Standards in der Kühltechnik und Klimatechnik gerecht zu werden. 

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